Theodor Bergmann (Kevelaerer Heimatdichter) schrieb 1910 den Text und Gerhard Korthaus (Kirchenmusiker/Basilikaorganist) komponierte dazu die Musik. Erst am 19. Januar 1913 wurde das Heimatlied “Wor hör ek t’hüß?”, während einer Sitzung des Heimatschutzverein (heute: Museumsverein), uraufgeführt (Bericht im Kevelaerer Blatt vom 22. Januar 1913).

Zum Ende des Vortrages durch den Gesangschor des Musikvereins sagte Herr Sanitätsrat Dr. Oehmen:
“Bei dieser Gelegenheit müsse er auch anführen, dass der Heimatschutzverein nicht nur für die geborenen Kevelaerer, sondern auch für die Zugezogenen da sei. Sie sollten mit den Schönheiten bekannt gemacht werden, auf dass ihnen Kevelaer eine zweite Heimat werde.”

100 Jähre später

Wie wäre es, wenn das Heimatlied im 21. Jahrhundert ankäme und es wirklich neue Interpretationen gäbe?

So begann die Suche nach interessierten Kevelaerer Musikern, die Spass daran hätten unser “Wor hör ek t’hüß?” auf ihre Weise neu zu interpretieren.
Die Begeisterung bei den Angesprochenen war riesig. Vermutlich hätte es noch mehr Musiker/Bands gegeben, die das Projekt mit unterstützt hätten, doch irgendwann musste ein Anfang gemacht werden.

Es dauerte mehr als ein Jahr, bis alles arrangiert, eingespielt und gesungen war. Danach folgten die Filmaufnahmen. Jetzt musste alles noch in ein Konzept für die Veröffentlichung gebracht werden.

Kävels Platt oder Hochdeutsch

Jeder, dessen Herz für Kevelaer schlägt, sollte verstehen, worum es in dem Text eigentlich geht.
Die Verse beschreiben nämlich in einer wundervollen und einzigartigen Weise unsere Heimat Kevelaer.
So wie es Dr. Oehmen bereits 1913 sagte: … Sie sollten mit den Schönheiten bekannt gemacht werden, auf dass ihnen Kevelaer eine zweite Heimat werde…

So entstand eine freie Übersetzung des Ursprungstextes ins Hochdeutsche, unter Beibehaltung der Reimform.  Für eine filmische Interpretation wurden zwei Gesichter gesucht, die das “Alte” mit dem “Jungen” verbinden sollte.

Die Kevelaerer Künstler haben unser “Wor hör ek t’hüß” mit ihren individuellen Sichtweisen interpretiert.
Aber alle haben eines gemeinsam. Sie kommen von Herzen.
Sie zeigen, dass das was Theodor Bergmann und Gerhard Korthaus bereits 1910 zu Papier bzw. 1913 zu Gehör brachten, auch heute noch aktuell ist.

Die Zukunft

Die Hoffnung ist, dass sich durch dieses Projekt zukünftig weitere Musiker aus Kevelaer inspiriert fühlen, uns ihre ganz eigene Interpretation des “Wor hör ek t’hüß?” vorzustellen.

So bleibt, neben dem unvergleichlichen Original, unser Heimatlied in jeder Zeit und für jede Generation lebendig.

Kontakt: r.beerden@oneline-media.de

Mitwirkende

Idee und Konzept: Rudolf Beerden
Kamera: Niklas van Lipzig, Jürgen Zellmann
Schnitt: Jürgen Zellmann
Produktionsunterstützung: Daniel Heinrichs
Übersetzung: Wilfried Schotten, Rudolf Beerden
Sprecher: Verena Koenen, Wilfried Schotten
Copyright: Theodor Bergmann, Maisüches on Heijblumme. Gedichte und Erzählungen in niederrheinischer Mundart © 1948 Butzon & Bercker GmbH, Kevelaer

Musiker

Adesa: Leitung/Arrangement: Reinhard Conen
Nya Nyao Addo – Schlagzeug, Reinhard Conen – Chorgesang/Rhytmusgitarre/Keyboard, Julius Nartey – Rap, Oliver Nepper – Sologitarre, Karl Timmermann – Sologesang, Guido Nauss – EBass

So Whet: Arrangement: alle
Dieter van Baal – Keyboards/Gesang, Peter Lehnert – Gitarre, Johannes Roest – Bass, Peter Diedrich – Schlagzeug, Erwin Ophey – Gesang, Hans Lindemann – Gitarre/Gesang

Junge Streicher: Leitung: Dr. Thomas Brezinka, Arrangement: Elmar Lehnen, Tonaufnahme: Robert Schwering
Violine I:  Magdalena Lehnen, Clara Brezinka, Chiara Hensen, Klara Schmachtenberg, Greta Heine, Luise Quick, Vera Floerkens
Violine II: Anna Bemong, Cristin Deselaers, Greta Boland, Anna Hüsmann, Jutta Siemons
Bratsche: Anton Brezinka, Nicholas Davies-Garner, Jenny Ziemes, Paula Heymann, Charlotte Langner, Nathalie Megill
Cello: Liam Megill, Lara Floerkens, Anna-Sophie Rufeber
Kontrabass: Alessandra Wetzl

Basilikaorgel: Elmar Lehnen

Violine solo: Lea Brückner

Klassische Gitarre: Markus Birkhoff

Techno: Fynn von der Höh

Swingende Doppelzentner: Trompeten – Franz Baumanns, Andrea Baumanns, Simona Mülders, Jenny Mülders, Heinz Meurs, Natalie Evers, Vanessa Lindemans, Robin Völlings, Angelika Verhülsdonk
Posaunen – Daniel Kammann, Michael Lindemans, Michaela Rosen, Miles Evers
Fanfaren – Jürgen Hermens, Andrea Heyn und Ferdi Hälker
Snares – Daniela Völlings, Björn Völlings
Pauken – Paul Verhülsdonk, Franz Kammann
Becken – Jürgen Völlings

weitere Interpretationen sind bereits in Arbeit: ….

Danke!
Alle Beteiligten haben ausnahmslos unentgeltlich mitgewirkt und es durch ihr Engagement überhaupt erst möglich gemacht, dass diese Projekt entstehen konnte.

Kevelaer, im September 2016

Wor hör ek t’hüß? – Interpretationen